Wettbewerb Bildungszentrum Wollerau, 2015

In Zusammenarbeit mit Michael Bäbler, Zürich und Umland – Gestaltung städtischer und ländlicher Freiräume, Brigitte Nyffenegger, Miguel Sanchez, Zürich

Das spätklassizistische Schulhaus Dorfmatt richtet sich auf die frühere Wegverbindung vom Bächergässli zur Kirche aus. Innerhalb des später ergänzten Schulhausbezirks und der Bahnlinie nimmt es heute eine räumliche Auszeichnung ein. Nördlich fällt das Terrain stark ab und es treffen drei verschiede Bauzonen aufeinander: W2, Kernzone und Zone für Öffentliche Bauten.

Die Volumetrie des neuen Bildungs- und Begegnungszentrums nimmt die Kleinteiligkeit der angrenzenden W2- und Kernzone auf und bezieht sich auf die Ausrichtung des Runggelmatt-Schulhauses mit Sportplatz. Innerhalb der 40 Meter Gebäudelänge und 3-Geschossigkeit säumt es den ehemaligen Aussichtswall des Dorfmattschulhauses. Durch die unterschiedlichen Gebäudehöhen und den abgetreppten Patio verstärkt es die Topografie, schafft Nachbarschaften und bespielt die Aussicht durch die innere Wegführung und Zugänglichkeit zu drei neuen Dachflächen und vielfältigen Anbindungen zu Aussenräumen.

Der Patio ist als Ausweitung des Schulhausplatzes und als zentraler Zugang zu allen Nutzungen zu verstehen. Südwestlich mit separatem Zugang befindet sich das neue Schulhaus. Nördlich angebaut die Aula mit Bezug und Tageslicht von Norden wie auch Süden. Nördöstlich (Lage des heutigen Chinderhuus) bleibt der Hort und die Kita mit separatem Zugang vom Bächergässli. Über der Aula bekommt der Hort eine begehbare Dachterrasse. Südöstlich befindet sich die 3-geschossige Mediathek, zuoberst mit dem Multifunktionszimmer und Zugang auf die Terrasse. Südwestlich unter dem Schulhaus und Patio ist die Lernschwimmanlage situiert.

Das alte Schulhaus Dorfmatt wird auf dem Platz freigestellt. Der dadurch entstehende grosse Platz korrespondiert mit dem Spielfeld nördlich des Schulhauses Runggelmatt. Im Anschluss das neue Schulhaus sind verschiedene kleine Räume, die mit unterschiedlichen Inhalten bespielt werden, vorgesehen.

Der Freiraum der gesamten Schulanlage bietet für die Kinder der verschiedenen Schulhäuser diverse Orte für vielfältige Bewegungsspiele wie Rennen, Klettern und Schaukeln, aber auch Rückzugsräume. Er wirkt durch die geschnittenen Baumdächer repräsentativ, ist Dorfplatz und zudem gut nutzbare Schulhausumgebung. Die Krippe erhält an ihrem heutigen Ort einen grosszügigen Aussenraum, der sonnige wie schattige Bereiche aufweist. Auf den Dächern des Neubaus entsteht ein ruhiger Aussenraum für den Hort. Von der Mediathek und den Büros der Schule aus sind weitere Dächer erschlossen. Sie können für Lesungen, Freiraumklassenzimmer oder als Pausenraum der Lehrer genutzt werden.

 

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