(c) Archithema Verlags AG, 2015

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Die "ersten Ansiedler", 1906, vermutlich am Tag des Maienzugs

"Mit viel Aufwand und Sorgfalt wurden nicht verfügbare Materialien imitiert." Deckenbild von 1903 (c) Jürg Zimmermann Zürich

(c) Jürg Zimmermann Zürich

Wohnzimmer vor dem Umbau, (c) Jürg Zimmermann Zürich

Esszimmer vor dem Umbau, (c) Jürg Zimmermann Zürich

Esszimmer nach dem Umbau, (c) Jürg Zimmermann Zürich

(c) Jürg Zimmermann Zürich

Haus vor und nach dem Umbau (c) Jürg Zimmermann Zürich

Baueingabe Plan

Beim Freilegen von Putzschichten kamen Notizen von Handwerkern um 1900 hervor


Blick vom Keller durch die Küche bis zum Boden des Dachgeschosses.

Unterkellerung Esszimmer

Zeichnung von Rudolf Kaiser

Umbau/Rekonstruktion Backsteinhaus Aarau, 2015

Ausführliche Reportage in der Ausgabe 6/15 der Zeitschrift „Umbauen+Renovieren„.

Das kleine Grundstück lebt von den schönen Vorgärten mit Schmiedeisen-Gitter sowie dem reichen, alten Baumbestand: Weigelie, Zierkirsche, Buche, Ahorn, Birnenbaum. Wo früher ein Gartenhaus stand, kam ein neuer Pavillon mit Giebel zu stehen. Beim Umbau wurde im Wohnzimmer ein über 100-jähriges Deckenbild unter der Tapete entdeckt. Ina Link hat das Ölbild (keine Schablonenmalerei mit Holzillusion-Darstellung) sanft rekonstruiert. Gemäss Denkmalplfege ist ein solches Bild in privaten Häusern im Aargau eine Trouvaille. Im ganzen Haus hat es Pitchpine/ und neue Oregonpine-Böden. Alle Innenputze mussten aufgrund des Alters erneuert werden. Es wurden neue innere Kalkputze in der Stärke von 60mm gemacht, welche die Behaglichkeit (ähnlich wie die Brüstungstäfer) verbessern und das Schimmelpilz-Risiko (hinter den Tapeten versteckt) mindern. Die neuen Kalkputze wurden nicht gestrichen, einzig mit Pflanzenseife verpresst. Die Rekonstruktion fand vorallem in der Raumstruktur statt. Das Gäste-WC kam wieder aufs Eingangniveau, alle Eingriffe aus den 90er Jahren wurden entfernt. Türen wurden umgebandet, neue Holzfutter mit der alten Profilierung gefertigt. Die einzigen „abstrakt-modernen“ Eingriffe sind die Möbel der Küche und die Sanitärapparate. Ansonsten wurde handwerklich wie vor 100 Jahren weitergebaut.

Ein kleiner Auszug aus den Aaurauer Neujahrsblätter, 1964 zum Quartier, wo das Haus steht: „Nachdem nun seit dem Bau des Reservoirs bei der Echolinde in den Jahren 1899/1900 die Möglichkeit bestand, im Zelgli zu bauen, regte sich da und dort der Wunsch, der Enge der Stadt zu entfliehen und sich im Freien anzusiedeln. Ein Haus im Grünen, mit einem Garten zum Pflanzen, mit Obstbäumen, mit einem Bienenhaus oder Kleintieren, (…) Es brauchte für die ersten Ansiedler richtig Mut, um „ausserhalb der Stadt“ zu bauen und zu wohnen. Die Wege waren schmal, vom Regen ausgewaschen, wurden notfalls mit Schotter ausgebessert und nachts äusserst sparsam beleuchtet.“

 

 

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